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PRESSEMITTEILUNGEN | VEREINSNACHRICHTEN             


  • Ehrenamtliche für Sterbebegleitung ausgebildet

    Kreis Neuwied. Elf  neue ehrenamtliche Hospizbegleiter werden künftig das Ambulante Hospiz und den Neuwieder Hospizverein unterstützen. Acht Frauen und drei Männer hatten einen 135-stündigen Befähigungskurs gemeinsam absolviert, um künftig schwerstkranken und sterbenden Menschen zur Seite stehen zu können. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Würde und Selbstbestimmung Sterbender in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen. Sie wollen mit  dazu beitragen, den Wunsch vieler Menschen, zuhause oder wie zuhause zu sterben, zu erfüllen.
    Christoph Drolshagen von der Leitung der Marienhaus Hospize und der Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Hans-Peter Knossalla, gratulierten den Absolventen des Kurses herzlich. „Man kann es den Kursteilnehmern nicht hoch genug anrechnen, dass sie sich schwerstkranken und sterbenden Menschen annehmen möchten und den Angehörigen Halt bieten, so dass sie sich nicht allein gelassen fühlen“, sagte Knossalla.  Seit über 15 Jahren schon bildet der Neuwieder Hospiz-Verein Menschen aus, die ehrenamtlich sterbende Menschen und deren Angehörige begleiten. Und diese Aufgabe wird immer wichtiger. „Bei einer stetig steigenden Zahl von Sterbebegleitungen benötigen wir auch weiterhin Menschen, die uns unterstützen möchten“, macht die Bildungsreferentin des Neuwieder Hospizvereins, Heidi Hahnemann, deutlich. Sie weist auf die neuen Befähigungskurse hin, die im September 2017 und Januar 2018 beginnen. Interessierte Männer und Frauen, die sich dieser Herausforderung stellen möchten, sind hier herzlich willkommen.


    Foto: Hospizverein Neuwied
    Acht Frauen und drei Männer erhielten ihr Zertifikat für den erfolgreich abgeschlossenen Befähigungskurs zum Hospizhelfer. Der Vorsitzende des Neuwieder Hospiz-Vereins, Hans- Peter Knossalla (2.v.rechts), Bildungsreferentin Heidi Hahnemann (6.v.links), die Hospizfachkraft Christiane Freymann (7.v.rechts) und Christoph Drolshagen (4.v.rechts) von der Leitung der Marienhaus Hospize,  gratulierten den neuen Hospihelfern: Sr. Elsa, Sr. Cicely, Frau Conny Hecker, Frau Jutta Kraft, Herr Thomas Weber, Frau Christel Monika Landsiedel, Herr Manfred Kaufmann, Herr Rainer Zerfas, Frau Regina Rübenach, Frau Christel Wyrwol, Frau Cindy Stein


  • Wenn Kinder trauern    
    Über Bilderbücher ins Gespräch kommen

    Neustadt(Wied). Kinder verstehen Sterben, Tod und Trauer anders, als Erwachsene. Je nach Alter und Entwicklungsstand erleben sie unterschiedlich den Verlust eines Menschen. Umso wichtiger ist es, angemessene und altersgerechte Unterstützung anzubieten. Bilderbücher beispielsweise können helfen, bei einem Verlust mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Wie das geht und welche Bücher besonders gut für trauernde Kinder geeignet sind, darüber berichteten die Trauerbegleiterinnen Heidi Hahnemann (gleichzeitig Bildungsbeauftragte des Neuwieder Hospizvereins) und Angelika Bening im Rahmen einer Lesung in der Neustädter Gemeindebücherei. Hierzu hatten der Neuwieder Hospizverein und das Ambulante Hospiz Neuwied eingeladen. Der Einladung gefolgt waren unter anderem Erzieherinnen aus den Kindergärten und interessierte Mütter.
    „Es ist wichtig, mit Kindern über den Tod und die Trauer zu sprechen, möglichst schon bevor sie erleben, dass ein Mensch aus ihrem Umfeld stirbt“, riet Heidi Hahnemann. Und: „Wir kommen an diesem Thema nicht vorbei“. Gemeinsam mit Angelika Bening berichtete sie, wie Kinder überhaupt den Tod verstehen und stellte entsprechende Bücher vor. Wichtig sei, dass diese Bücher über eine gelungene, klare Sprache und ansprechende Gestaltung verfügen und tröstende Elemente beinhalten. Diese Bücher dürften sehr wohl auch humorvoll sein und Hilfen bieten, sich zu erinnern.  Während der Lesung spürten die Zuhörer: Diese liebevoll gestalteten Kinderbücher können auch Erwachsene berühren. „Erleben Kinder einen Verlust, sollte man gemeinsam mit ihnen den Abschied zelebrieren und sie nicht davon ausschließen“, lautete ein Rat der Expertinnen am Ende der interessanten und Mut machenden Lesung.
    Büchereileiterin Angela Dissemond hält in der Gemeindebücherei Neustadt bereits eine Auswahl an Literatur zur Kindertrauer bereit. Beeindruckt von der Lesung will sie diese noch durch vorgestellte Bücher erweitern.
    Eine Liste mit Buchempfehlungen ist beim Neuwieder Hospizverein, Telefon 02631/344 214, erhältlich.

    Angelika Bening (links) und Heidi Hahnemann stellten Literatur zur Kindertrauer vor.


  • Tod und Trauer in Kinderbüchern    
    Lesungen finden in Neustadt, Linz und Waldbreitbach statt

    Neustadt/Linz/Waldbreitbach. Die Themen Sterben, Tod und Trauer kommen auch in Kinderbüchern vor. Ein bekanntes Beispiel: „Lange saßen sie dort und hatten es schwer. Aber sie hatten es gemeinsam schwer und das war ein Trost“, heißt es in Astrid Lindgrens Roman Ronja Räubertochter.
    Der Neuwieder Hospizverein und das Ambulante Hospiz möchten im Rahmen von Lesungen in Neustadt und Linz Kinderbücher vorstellen, die Kindern helfen, sich mit dem Ende des Lebens auseinanderzusetzen. Referentinnen sind Heidi Hahnemann und Angelika Bening. Sie stellen unter anderem auch Bücher vor, mit denen sie Erfahrungen als ausgebildete Trauerbegleiterinnen gemacht haben. Die kostenfreien Veranstaltungen für interessierte Erwachsene finden statt am 5. Mai um 19.30 Uhr in der Gemeindebücherei Neustadt und am 15. Mai um 19.30 Uhr im Historischen Rathaus in Linz, sowie am 21.08.2017 in Waldbreitbach (Klosterberg, Haus St. Klara, Mühlsteinraum).
    Zu dieser Veranstaltung ist ein Flyer erschienen, den Sie hier herunterladen können.


  • Kooperation mit Haus Teresa (Bericht in der Rhein-Zeitung vom 25.4.2017)


  • SAPV müsste gerade im ländlichen Raum ausgebaut werden

    Neustadt(Wied). Wie die Hospizarbeit im Kreis Neuwied organisiert ist und wie sich die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen durch die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ambulanten Hospizes gestaltet, darüber informierten sich die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth und der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel Mitte März bei ihrem Besuch im Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus in Neustadt an der Wied. Hier unterhält das Ambulante Hospiz Neuwied eine Dependance und betreut von hier aus Patienten im nördlichen Teil des Kreises Neuwied. Beeindruckt zeigten sich die CDU-Politiker insbesondere von den Schilderungen der beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Hanne Hoff und Katharina Bungarten. Sie begleiten seit vielen Jahren Menschen auf ihrem letzten Stück Lebensweg – zu Hause in den eigenen vier Wänden, natürlich aber auch im Pflegeheim. Und sie unterstützen die Angehörigen, die oftmals mit dieser Situation überfordert sind. Was sich alle wünschen und wo Erwin Rüddel Unterstützung versprach: Gerade im ländlichen Raum bräuchte es eine flächendeckende spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Denn die dort mitarbeitenden speziell geschulten Ärzte und Pflegekräfte ermöglichen es den Patienten, länger zu Hause zu leben.

    Ellen Demuth MdL, die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Katharina Bungarten und Hanne Hoff, Heimleiter Bernard Stammer, Erwin Rüddel MdB sowie die Hospizfachkräfte Gabriele Fetthauer und Christiane Freymann (von links).


  • Der Verstorbenen gedacht

    Im vergangenen Jahr haben ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Neuwieder Hospizvereins und des Ambulanten Hospizes 190 Menschen in den letzten Wochen und Tagen ihres Lebens begleitet. Im Rahmen zweier Gedenkfeiern im Kloster Ehrenstein und in der Feldkirche in Feldkirchen haben sie und Angehörige der Verstorbenen gedacht. Seit vielen Jahren werden die liebevoll vorbereiteten und meditativen Gedenkfeiern als ein Ritual des Abschieds angeboten. Dazu gehört unter anderem die Nennung der Namen jener Menschen, die in ihrem Sterbeprozess begleitet wurden. Bei jedem Namen wurde auch diesmal in Erinnerung an den Verstorbenen eine Kerze angezündet.


  • „Wege gehen und mitgehen“
    Trauerwanderungen in Feldkirchen und Neustadt


    Kreis Neuwied.  Unter dem Motto „Wege gehen und mitgehen“ bietet der Neuwieder Hospizverein und das Ambulante Hospiz in diesem Frühjahr Trauerwanderungen an. Dieses Angebot richtet sich an Hinterbliebene, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben und sich in einem geschützten Raum mit Gleichbetroffenen austauschen möchten. Gemeinsam können sie sich auf den Weg machen, um Rückblick zu halten und nach vorne zu schauen, um die eignen Gefühle und die der anderen zu spüren, um die eigene Trauer zu teilen und dann wieder gestärkt den eigenen Weg zu gehen. Die geführten Wanderungen bieten die Möglichkeit, die vielfältigen Momente des Werdens und Vergehens zu erfahren, sie können einen Impuls für das Begehen des eigenen Trauerweges geben.
    Die Trauerwanderungen finden statt am 16. März um 14.30 Uhr in Neustadt in Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus (vor dem Evangelischen Kindergarten)  und am 22.März  um 14.40 Uhr in Feldkirchen (Parkplatz Feldkirche). Mitzubringen sind bequemes Schuhwerk und eine Trinkflasche.
    Ansprechpartnerin ist Heidi Hahnemann vom Neuwieder Hospizverein/Ambulantes Hospiz, Telefon: 02631/344214


  • Kindertrauergruppe startet in Linz
    Informationsveranstaltung am 9. März


    Kreis Neuwied. In enger Zusammenarbeit bieten der Neuwieder Hospizverein und das Ambulante Hospiz Neuwied mit der Katholischen Familienbildungsstätte Linz trauernden Kindern eine Begleitung an. Jetzt soll es eine Gruppe für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren geben, in der sich trauernde Mädchen und Jungen in der Gemeinschaft von Gleichbetroffenen austauschen können. Im Historischen Rathaus in Linz wird ihnen ein geschützter Raum geboten, in dem sie sich unter fachkundiger Begleitung und mit vielfältigen kreativen Methoden mit ihren Gefühlen und der veränderten Lebenssituation auseinandersetzen können.
    Interessierte Eltern oder andere Zugehörige trauernder Kinder sind vorab zu einer Informationsveranstaltung am 9. März von 19.30 bis 20.30 Uhr ins Historische Rathaus Linz eingeladen. Die Kindergruppe mit dem Namen „Heute bin ich …mutig!“ startet am 23.März um 16.30 Uhr. Sie wird von Trauerbegleiterin Angelika Bening und einem Team ehrenamtlicher Trauerbegleiterinnen durchgeführt. Der Besuch der Kindergruppe ist kostenfrei.     
    Infos: Neuwieder Hospizverein, Tel.: 02631/344 240


  • Verein BenefitZ spendet für trauernde Kinder

    Neuwied. Mit einer Spende in Höhe von 500 Euro unterstützt der Verein „BenefitZ- Wir helfen Kindern“ das Vorhaben des Neuwieder Hospizvereins und des Ambulanten Hospizes,  trauernde Kinder zu begleiten. Neben der Einrichtung einer Kindertrauergruppe in Linz im März sollen Ehrenamtliche zu Kindertrauerbegleitern ausgebildet werden. werden.
    Die neun Frauen des erst kürzlich gegründeten Vereins BenefitZ  haben es sich zur Aufgabe gemacht, durch kreative Handarbeiten aus Stoff und hübsche Basteleien regionale Projekte, die das Wohl von Kindern und Jugendlichen fördern, zu unterstützen.  
    „Von dem Vorhaben des Hospizvereins waren wir so begeistert, dass wir uns entschieden, die Erlöse von den Weihnachtsmärkten in Rommersdorf und Engers, auf denen wir unsere Näh- und Handarbeiten ausgestellt und verkauft haben, zu spenden“, sagte die erste Vorsitzende der Gruppe, Petra Zieglowski-Becker. Die Frauen, die sonst im Heimbach-Weiser Karneval ihre Kreativität eingebracht haben, nähen nun erfolgreich für caritative Zwecke. Der stellvertretende Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Peter Oster, freute sich über dieses Engagement. „Damit motivieren sie auch uns, uns täglich neu für kranke, sterbende und trauernde Menschen einzusetzen“
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    Von links: Petra Zieglowski-Becker, Ilse Theis, Peter Oster und Margret Kirschhöfer-Blum bei der Scheckübergabe.


  • Katholische Frauengemeinschaft Isenburg spendet für Hospizarbeit

    Isenburg. Mit einer Spende in Höhe von 500 Euro unterstützt die Katholische Frauengemeinschaft (KfD) aus Isenburg den Neuwieder Hospizverein. „Wir sind zwar nur ein kleiner Verein, aber durch Einnahmen aus Veranstaltungen und Mitgliedsbeiträgen können wir immer wieder Aufgaben in unserer Gemeinde oder eben auch andere soziale Gruppen und Organisationen unterstützen“, sagte Rita Schüler vom Leitungsteam der Frauengemeinschaft. Teilweise durch eigene Erfahrungen im Familien- oder Bekanntenkreis hätten einige der Frauen schon die Arbeit des Neuwieder Hospizvereins, nämlich die Begleitung von schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen,  kennen- und schätzen gelernt.  „Irgendwann trifft es uns alle, deshalb möchten wir mit unserer Spende dazu beitragen, die Hospizarbeit im Kreis Neuwied zu stärken“, fügte Schüler hinzu. Beate Christ vom Vorstand des Neuwieder Hospizvereins  freute sich sehr, dass sie die Spende entgegen nehmen konnte. „Das Fundament unserer Arbeit ist das Ehrenamt. Durch Spenden wie dieser, können wir die Ausbildung von ehrenamtlichen Männern und Frauen in der Hospiz- und Trauerbegleitung ermöglichen“.

    Foto von links nach rechts: Edeltraud Marzi, Edith Ziegler, Beate Christ, Rita Schüler und Christa Henn bei der Spendenübergabe.


  • Pfarreiengemeinschaft Heimbach-Engers unterstützt Hospizarbeit

    Neuwied. Mit einer Spende in Höhe von 1.500 Euro unterstützt die Pfarreiengemeinschaft Heimbach-Engers den Neuwieder Hospizverein in seinem Engagement, sterbende und trauernde Menschen zu begleiten. Den Erlös aus einer Malaktion auf dem Pfarrfest der Pfarreiengemeinschaft, verdoppelt durch Spenden des Gemeinderates, konnte die Hospizfachkraft Sabine Birkenbach entgegennehmen. Die großzügige Spende trägt mit dazu bei, auch in Zukunft die Ausbildung von Ehrenamtlichen in der Hospiz- und Trauerbegleitung sicherzustellen. Sabine Birkenbach dankte den Überbringerinnen des Spendenschecks, Claudia Schneider, Anja Falk, Eva Wilhelms und Gemeindereferentin Petra Schunkert.

    Die Hospizfachkraft Sabine Birkenbach (Mitte) konnte den symbolischen Spendenscheck voller Freude entgegennehmen.


  • Festliche Lieder erklangen für Hospizarbeit
    Ensemble Thios Omilos bescherte Lieder zur Weihnacht und zum Jahreswechsel


    Niederbieber. Mit einem ganz besonderen Konzert machten sich der Neuwieder Hospizverein und die Waldbreitbacher Hospizstiftung gemeinsam mit rund 150 Musikliebhabern ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Für ein Benefizkonzert in der Niederbieberer St. Bonifatius Kirche hatte man das Ensemble Thios Omilos, das 2002 von Mitgliedern des Leipziger Thomaner Chores gegründet wurde, gewinnen können. Ohne instrumentale Begleitung brachten die vier Sänger Patrick Grahl, Cornelius Frommelt, Tobias Ay und Philipp Goldmann Motetten und Lieder zur Weihnacht und zum Jahreswechsel zu Gehör.  
    Vor dem festlichen Glanz zahlreicher Kerzen in dem weihnachtlich geschmückten Gotteshaus machten die hochkarätigen Sänger die Weihnachtsfreude noch einmal greifbar. Sie beschenkten ihr Publikum mit Stücken, wie etwa „Ave Maria“ von Joseph Gabriel Rheinberger, Johann Sebastian Bachs „Ich steh an deiner Krippen hier“ oder „Von guten Mächten“ von Philipp Goldmann. Stimmgewaltig  füllten sie jeden Winkel der Kirche aus und ließen die Zuhörer teilhaben an geistlichem und -im zweiten Teil des Konzertes- weltlichen Musikgenuss. Die emotional und stimmungsvoll vorgetragenen Beiträge wurden bereits zur Pause von dem Publikum mit stehenden Ovationen bedacht und am Ende des Konzertes ließen die begeisterten Zuhörer die Sänger nicht ohne Zugaben gehen.
    Der Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Hans-Peter Knossalla, freute sich, dass so viele Konzertbesucher nicht nur die Freude an schöner Musik mit den Ausrichtern des Konzertes teilten, sondern mit dem Besuch der Veranstaltung auch die Hospizarbeit im Kreis Neuwied unterstützten. Insgesamt kamen an Spenden, Eintritts- und Sponsorengeldern 5243 Euro zusammen. Der Erlös ist unter anderem dafür bestimmt, Ehrenamtliche in der Hospiz-, Trauer- und Kindertrauerbegleitung auszubilden.

    In der St. Bonifatius Kirche in Niederbieber begeisterten die Sänger des Ensembles Thios Omilos.


  • Neuwieder Hospizverein will ehrenamtliches Engagement ausweiten
    Landrat Rainer Kaul dankt Aktiven für ihren Einsatz

    Neuwied. Ehrenamtliche des Neuwieder Hospizvereins haben im vergangenen Jahr 2800 Stunden aufgebracht, um Schwerstkranke und Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu begleiten. Insgesamt 282 Personen und deren Familien haben sie zur Seite gestanden, um ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Daneben wurden von ehrenamtlich Tätigen des Vereins trauernde Menschen aufgefangen.  „Das ist etwas, was nicht selbstverständlich ist. Die Themen Sterben und Tod werden von vielen Menschen ausgeblendet, doch sie gehören zum Leben dazu“, sagte Landrat Rainer Kaul beim Neujahrsempfang des Neuwieder Hospizvereins im Foyer des Elisabethkrankenhauses. Und: „Ich ziehe meinen Hut vor den Männern und Frauen, die sich ihren Mitmenschen in Zeiten schwerer Krankheit, des nahenden Todes und der Trauer gewidmet haben“, so Kaul.
    Deshalb hatte er nur allzu gerne die Schirmherrschaft für das Jahresthema 2017, das unter dem Motto „Tod- (k)ein Thema für Kinder?!“ steht, übernommen. „Ich kann mich noch gut an die Gründung des Vereins vor rund 20 Jahren erinnern und kann heute nur gratulieren und dafür danken, was seitdem geleistet wurde“. Dass sich der Neuwieder Hospizverein nun auch trauernden Kindern und demnächst Jugendlichen annehmen will, lobte Kaul. „Ich finde es gut, wenn sie den Mut haben, neue Dinge anzupacken“. Auch Christoph Drolshagen als Vertreter des Ambulanten Hospizes und der Marienhaus GmbH, die zu den Trägern des Ambulanten Hospizes gehört, lobte das Engagement des Neuwieder Hospizvereins. „Ohne diese bürgerschaftliche Bewegung gäbe es das Ambulante Hospiz nicht“, sagte er. Mit ihrem Einsatz würden die Aktiven des Vereins der Gesellschaft ein Zeichen des Mutes und der Solidarität geben.
    Auch der Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Hans-Peter Knossalla, ließ es sich nicht nehmen, den Ehrenamtlichen Dank auszusprechen. „Man kann es Ihnen nicht hoch genug anrechnen, dass sie sich den Schwerstkranken und Sterbenden annehmen und den Angehörigen Halt bieten, so dass sie sich nicht allein gelassen fühlen“. Die Motivation, sich künftig auch trauerden Kindern zu widmen, beschrieb Knossalla so: „Leider mussten wir durch die ehrenamtliche Begleitung von Menschen erleben, dass auch junge Mütter und Väter – meist durch Krebserkrankungen- sterben. Dann bleibt ein Elternteil zurück, dem durch die eigene Trauer verständlicherweise emotionale Kapazitäten fehlen, die Kinder zu begleiten und ihnen Kraft zu geben. Es sind familiäre Tragödien, die sich immer wieder durch den Verlust eines Elternteils oder Geschwisterkindes ereignen. Deshalb möchten wir in Zukunft auch trauernden Kindern und Jugendlichen zur Seite stehen. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, ist es erforderlich, dass  wir ab jetzt Ehrenamtliche in der Kindertrauerbegleitung ausbilden“.
    Die Bildungsreferentin des Neuwieder Hospizvereins, Heidi Hahnemann, hierzu: „Wir wollen in einer Kindertrauergruppe Kindern einen geschützten Raum geben, wo sie sich untereinander stärken können“. Darüber hinaus seien zahlreiche Informationsveranstaltungen für Erwachsene geplant, die „dem Schulterzucken entgegenwirken“, wenn Kinder nach dem Tod fragen.


    Der Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Hans-Peter Knossalla (Mitte), konnte neben Isabelle Fürstin zu Wied (3.von rechts) und Schirmherr Landrat Rainer Kaul (links) zahlreiche Vertreter aus der Politik willkommen heißen, die mit Ehrenamtlichen ins Gespräch kamen.


  • Verein stellt Trauer von Kindern ins Zentrum (Bericht in der Rhein-Zeitung vom 12.01.2017)


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  • Großzügige Spende für trauernde Kinder

    Linz. Ein Geschenk kurz vor Weihnachten erhielt der Neuwieder Hospizverein. Ruth Reck, Inhaberin der Schuhhäuser Nelles in Linz und Bad Honnef, überreichte eine Spende in Höhe von 500 Euro. Mit dem Geld möchte Reck gerne das Vorhaben des Vereins unterstützen, trauernde Kinder zu begleiten. Denn neben der hospizlichen Begleitung von Schwerstkranken stehen die Aktiven des Neuwieder Hospizvereins und des Ambulanten Hospizes auch trauernden Menschen zur Seite. Darüber hinaus sollen künftig Kindertrauerbegleiter ausgebildet und eine Trauergruppe für Kinder angeboten werden. Ruth Reck liegt besonders das Wohl von Kindern am Herzen. Dass sie mit ihrer Spende trauernden Kindern in der Region helfen kann, freut sie ganz besonders. Die Spendensumme entstand übrigens aus dem Verkauf von Plastiktüten in ihren beiden Geschäften in Linz und in Bad Honnef. Aus Gründen des Umweltschutzes sind Einzelhändler aufgerufen, Geld für Plastiktüten von ihren Kunden zu nehmen. So kamen seit Mai 2016 250 Euro zusammen. Ruth Reck stockte diese Summe auf insgesamt 500 Euro auf. Horst Roth vom Vorstand des Neuwieder Hospizvereins freute sich über die Hilfsbereitschaft der Linzer Geschäftsfrau. Durch Zuwendungen wie dieser könne man auch in Zukunft das Engagement des Vereins stärken und ausbauen.

    Foto: (von links) Die Bildungsbeauftragte des Hospiz im Kreis Neuwied, Heidi Hahnemann, Vorstandsmitglied Horst Roth, Ruth Reck und ihre Mitarbeiterin Jennifer Walbröhl bei der Spendenübergabe.
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  • Zu Weihnachten an kranke, sterbende und trauernde Menschen gedacht

    Neuwied. Regelmäßig unterstützt die Neuwieder Gebäudereinigungsfirma TMK die Arbeit des Neuwieder Hospizvereins. So überreichte Geschäftsführer Thomas Müller auch für das Jahr 2016 200 Euro an den Neuwieder Hospizverein. Der Vereinsvorsitzende Peter Knossalla freute sich sehr über dieses Engagement. Durch Zuwendungen wie dieser, wird laut Knossalla sichergestellt, dass auch in Zukunft im Hospiz im  Kreis Neuwied (Neuwieder Hospizverein und Ambulantes Hospiz)  ehrenamtliche Helfer ausgebildet werden können, die schwerstkranken, sterbenden und auch trauernden Menschen zur Seite stehen.


  • Auszeitwochenende für Trauernde
    Wieder das Leben leben und lieben

    Kreis Neuwied.  Der Tod eines nahen Angehörigen oder eines geliebten Menschen ist ein zutiefst schmerzhaftes und einschneidendes Erlebnis: Das Leben gerät aus den Fugen, nichts ist mehr wie es war. Die Auseinandersetzung mit der veränderten Lebenssituation ist ein Schritt auf dem Weg, wieder das Leben zu leben und zu lieben. Hierzu bietet das Hospiz Kreis Neuwied (Ambulantes Hospiz und Neuwieder Hospizverein)  vom 16. bis 18.12.2016 in Maria Laach ein Auszeitwochenende für Trauernde an. Dieses Angebot richtet sich an Hinterbliebene, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben, und die sich in einem geschützten Raum mit Gleichbetroffenen austauschen und für ein Wochenende auf einen gemeinsamen Weg machen wollen.
    An diesem Wochenende sollen Menschen, die Gleiches erlebt und erlitten haben, unter fachlich behutsamer Leitung zweier Trauerbegleiter/innen Raum für ihre Trauer haben und dabei ausreichend Möglichkeiten und Zeit bekommen, sich miteinander auszutauschen. Mittels kleiner Impulse, Entspannungsübungen, Spaziergängen, Phantasiereisen, kreativen Ausdruckselementen und vielen Gesprächsmöglichkeiten werden Wege erarbeitet, sich dem Gedanken zu öffnen, dass das Leben zwar nie mehr so wird, wie es war, dass es jedoch wieder ein gutes und erfülltes Leben werden kann.

    Termin
    Beginn: 16.12.2016, 15:30 Uhr
    Ende: 18.12.2016, 14 Uhr
    Tagungsort: Benediktiner Abtei Maria Laach
    Kosten: 120€ incl. Kosten für Unterkunft und Verpflegung

    Information und Anmeldung (bis zum 31.10.2016):
    Neuwieder Hospiz e.V.
    Telefon: 026 31 - 34 42 14
    E-Mail: verein@neuwieder-hospiz.de


  • Emotionen sind meist ehrlicher als Worte
    Vortrag für Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung

    Linz. Aufgrund der großen Nachfrage findet am 24. Oktober um 19 Uhr im historischen Rathaus von Linz erneut ein Vortrag zum Thema „Emotionale Intelligenz“ statt. Er richtet sich hauptsächlich an Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung. Guido Jackson Wilms und Nicola Hamelmann von der ökumenischen Hospizbewegung Bad Honnef machen im Rahmen des Abends deutlich, wie sehr es auf die sogenannte emotionale Intelligenz im Umgang mit Sterbenden und Trauernden ankommt.
    Veranstalter ist das Hospiz im Kreis Neuwied (Neuwieder Hospizverein und Ambulantes Hospiz).  Eine Anmeldung wird unter Tel.: 02631-344 214 erbeten. 


  • Ängste am Lebensende nehmen
    Aktion fand zum Welthospiztag auf dem Neuwieder Marktplatz statt

Kreis Neuwied. Im Oktober wird alljährlich der Welthospiztag begangen. Aus diesem Anlass informierten der Hospizverein und das Ambulante Hospiz Neuwied am Freitag, dem 7. Oktober, auf dem Neuwieder Luisenplatz über ihre Arbeit.
Ziel der in der Hospizarbeit Tätigen ist es, schwerstkranken und sterbenden Menschen die letzte Zeit ihres Lebens so würdig wie möglich zu gestalten. Vier Hospizfachkräfte des Ambulanten Hospizes setzen mit rund 100 Ehrenamtlichen des Neuwieder Hospizvereins gemeinsam diese Ziele um. Den Haupt- und Ehrenamtlichen der Neuwieder Hospizbewegung ist es wichtig, dass die Menschen gut über bestehende Angebote im Kreis Neuwied informiert werden. Mit ihrer Arbeit können sie viele Ängste am Lebensende nehmen, etwa die Angst vor dem Alleinsein, die Angst vor Schmerzen und davor, anderen zur Last fallen. Das Ambulante Hospiz und der Neuwieder Hospizverein  begegnen diesen Ängsten ganz praktisch, indem sie für die Betroffenen und ihre Angehörigen da sind und für notwenige Hilfe und Unterstützung sorgen.
Gleichzeitig wurde in Neuwied dazu eingeladen, an der Mitmachaktion „Before I die" (Bevor ich sterbe) teilzunehmen. „Before I die" ist der Titel einer berührenden Aktion der Künstlerin Candy Chang aus New Orleans, die derzeit um die Welt geht. Hier hat jeder die Möglichkeit, die Frage, was man im Leben oder vor seinem Tod machen möchte, zu beantworten und auf eine Wand zu schreiben. Mittlerweile wurden weit über  500 „Before I die" - Wände in über 30 Sprachen in mehr als 70 Ländern erstellt.

Wie schon im letzten Jahr regte die Aktion „Before i die" anlässlich des Welthospiztages die Menschen an, sich mit dem Leben und dem Tod auseinanderzusetzen.


  • "Lebensweg TrauerWerk" in Waldbreitbach eröffnet

Aus der Rhein-Zeitung vom 25.8.2016


  • Ehrenamtliche tanken beim Oasentag Kraft

Kreis Neuwied. Rund 100 Menschen engagieren sich im Hospiz Kreis Neuwied (Ambulantes Hospiz, Neuwieder Hospizverein), stehen in ihrer Freizeit sterbenden und trauernden Menschen zur Seite. Einmal im Jahr ist es Zeit, ihnen „Danke“ zu sagen. So konnten die Männer und Frauen bei einem Oasentag, der ganz im Zeichen heimischer Kräuter stand,  Kraft tanken, neue Impulse für ihre Arbeit mitnehmen und es sich selbst einmal gut gehen lassen. Im Kräutergarten der Franziskanerinnen in Waldbreitbach erfuhren die Ehrenamtlichen beispielsweise viel über Kräuter, die in der Sterbebegleitung eingesetzt werden können. Irene und Karin Wild, zwei experimentelle und „wilde“ Hobbyköchinnen, verwöhnten die Männer und Frauen mit kulinarischen Geschmackserlebnissen aus der Wildkräuterküche.
Und weil für jeden Menschen ein Kraut gewachsen ist, das ihm gut tut, gab es zum Abschluss für die ehrenamtlichen Sterbe- und Trauerbegleiter einen kleinen Kräuterstrauß, der an die Kraft der Natur erinnern soll. Horst Roth, Mitglied des Vorstandes im Neuwieder Hospizverein, dankte den Männern und Frauen herzlich für ihr Engagement. „Es ist eine schöne Tradition, dass sie hier einmal ausspannen, genießen und sich verwöhnen lassen können“, sagte er in der Hoffnung, dass die Ehrenamtlichen alle noch lange vom Oasentag zehren können.  

Zu einem Oasentag kamen Ehrenamtliche aus der Sterbe- und Trauerbegleitung zusammen, um selbst einmal Kraft zu tanken.


  • 700 Euro für Hospizarbeit

Feldkirchen. Eine Spende in Höhe von 700 Euro überreichten Petra und Achim Weber an Dr. Ingrid Stollhof vom Vorstand des Neuwieder Hospizvereins. Die Spendenübergabe stand am Ende von 27 Jahren, in denen die Webers die Gaststätte „Zur Burg“ in Feldkirchen geführt hatten.  Mit ihrer herzlichen Gastfreundschaft und einem freundlichen Team hatten sie  immer für eine familiäre Atmosphäre gesorgt, in der sich die Feldkircher gerne trafen und mit Freude ihre Feste feiern konnten.  Bevor sich das Gastronomen-Ehepaar  in den wohlverdienten Ruhestand  verabschiedete, lud es seine Gäste zu einem Reste-Essen und  -Trinken gegen eine Spende für den Hospizverein ein. Die Feldkirchener fütterten das Sparschwein zum Abschied nur allzu gerne und  großzügig. Dies freute Achim Weber ganz besonders, er hatte aus eigener Erfahrung die Arbeit des Hospizvereins kennen- und wertschätzen gelernt.  „Unsere Eltern wurden durch den Neuwieder Hospizverein begleitet und konnten so bis zu ihrem Tod ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung führen“, sagte er.  Übrigens bleibt die Burggaststätte den Feldkirchenern erhalten: Am ersten September treten Romy Schubert und Vjeko Susnjara als neue Pächter die Nachfolge von den Webers  mit deutsch-kroatischer Küche an.  

Dr. Ingrid Stollhof vom Neuwieder Hospizverein, Achim und Petra Weber bei der Spendenübergabe


  • Kein Platz zum Trauern?
    Lesung findet in Waldbreitbach statt

Waldbreitbach. Im Rahmen seines Jahresprogramms, das die Sterbe- und Trauerbegleitung der Kriegsgeneration in den Mittelpunkt rückt, lädt das Hospiz im Kreis Neuwied am Montag, den 11. Juli um 19.30 Uhr zur Lesung „Kein Platz zum Trauern?“ ein. Die freiberufliche Trauerbegleiterin und Referentin in der Erwachsenenbildung, Angelika Bening, geht Grundfragen nach, wie etwa „Wie kann sich ein Kriegstrauma in der Generation der Kriegskinder zeigen?“ oder „Welche Auswirkungen kann das Kriegstrauma auf die nachfolgenden Generationen  und auf den Umgang mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer haben?“.  Angelika Bening liest dabei zum  größten Teil aus den  Büchern: Kriegserbe in der Seele – Was Kindern und Enkeln der Kriegsgeneration wirklich hilft (Udo Baer) und  Kriegsenkel – Die Erben der vergessenen Generation (Sabine Bode).  Veranstaltungsort ist das Rosa-Flesch-Tagungszentrum in Waldbreitbach. Die Teilnahme ist kostenfrei.


  • Ehrenamtliche für Sterbebegleitung ausgebildet

Kreis Neuwied. Zehn neue ehrenamtliche Hospizbegleiter werden künftig das Hospiz im Kreis Neuwied (Ambulantes Hospiz und Hospizverein) unterstützen. Die Frauen und ein Mann hatten einen 135-stündigen Befähigungskurs gemeinsam absolviert, um künftig schwerstkranken und sterbenden Menschen zur Seite stehen zu können. Ihr gemeinsames Ziel ist es, der Menschlichkeit in unserer Gesellschaft mehr Raum zu geben, indem sie die Würde und Selbstbestimmung Sterbender in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Der stellvertretende Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Peter Oster, gratulierte den Absolventen des Kurses herzlich. „Sie geben der Hospizidee ein Gesicht und tragen mit dazu bei, sie mit Leben zu füllen“, so Oster.
Seit über 15 Jahren schon bildet der Neuwieder Hospizverein Menschen aus, die ehrenamtlich sterbende Menschen und deren Angehörige begleiten.

Neun Frauen und ein Mann erhielten ihr Zertifikat für den erfolgreich abgeschlossenen Befähigungskurs zum Hospizhelfer. Der stellvertretende Vorsitzende des Hospizvereins, Peter Oster (4.v.links), Bildungsreferentin Heidi Hahnemann (links), und die Hospizfachkraft Verena Krings-Ax (rechts), gratulierten.


  • Hans-Peter Knossalla ist Vorsitzender des Neuwieder Hospizvereins
    Hospizgedanke ist in der Gesellschaft angekommen

Kreis Neuwied. Hans-Peter Knossalla ist Vorsitzender des Neuwieder Hospizvereins. Seit 2008 engagiert er sich in der Vorstandsarbeit, zuletzt war er als Schatzmeister tätig. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung wurde er als Nachfolger von Susan Sprague-Wessel, die vor einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt niedergelegt hatte, gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Peter Oster als zweiter Vorsitzender, Beate Christ als Schriftführerin und Dr. Ingrid Stollhof als Beisitzerin. Neu ins Team des Vorstandes wurde Beisitzer Horst Roth gewählt. Nach langjähriger Tätigkeit im Vorstand ausgeschieden sind Ingrid Steyer und Ellen Michaelsen. Die beiden Frauen wollen sich in Zukunft verstärkt der Trauerbegleitung widmen.
Neben der Wahl des Vorstandes sollte vor allen Dingen aber die Arbeit des Hospizvereins und des Ambulanten Hospizes in den Fokus gerückt werden. Hier wurde deutlich: Der Hospizgedanke ist in der Gesellschaft angekommen. Neben einem erfreulichen Anstieg der Spendenbereitschaft konnte der Verein laut Hans-Peter Konossalla auch eine steigende Nachfrage bei den Ausbildungsangeboten verzeichnen. Bis Ende 2015 wurden 89 Männer und Frauen zu Hospizbegleitern ausgebildet.  „Wir haben so viele Anfragen nach Hospizbegleitungen, wie noch nie“, stellte Hospizfachkraft Sabine Birkenbach vom Ambulanten Hospiz fest. Allein im vergangenen Jahr leisteten die Ehrenamtlichen rund 1800 Stunden, um insgesamt 221 Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zur Seite zu stehen. Im Schnitt betrug die Dauer der Begleitungen ein bis sechs Monate. Davon wurden zu jeweils 50 Prozent die Menschen zuhause und in Pflegeeinrichtungen begleitet.
Dementsprechend groß war und ist das Engagement des Vereins in der Ausbildung von Hospiz- und Trauerbegleitern. Neben der Sterbebegleitung spielt auch die Unterstützung trauernder Menschen eine immer wichtigere Rolle. „Wir konnten im letzten Jahr zahlreiche Teilnehmer bei unseren Angeboten für Trauernde willkommen heißen. Trauercafés, Trauerwanderungen und Einzelbegleitungen werden sehr gut angenommen“, sagte die Bildungsbeauftragte Heidi Hahnemann.
In der Zukunft will der Verein auch weiterhin in die Fort- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen investieren und neue Mitglieder gewinnen, die die wichtige Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung unterstützen.

Foto von links: Beisitzerin Dr. Ingrid Stollhof, Vorsitzender Hans-Peter Knossalla, zweiter Vorsitzender Peter Oster, Schriftführerin Beate Christ (es fehlt Beisitzer Horst Roth)


  • Emotionen sind meist ehrlicher als Worte
    Vortrag für Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung

Linz. Wenn Worte an ihre Grenzen stoßen und starke Gefühle das Leben bestimmen: In der Sterbe- und Trauerbegleitung braucht es Menschen, die nicht nur zu, sondern hinhören und genau hinsehen. Menschen, die die Fähigkeit haben, ihre eigenen Gefühle und die anderer wahrzunehmen, sie zu verstehen und sie zu beeinflussen. Vor über 40 ehrenamtlichen Hospizbegleitern des Hospizes im Kreis Neuwied und des Ambulanten Hospizdienstes Bad Honnef machten Guido Jackson Wilms und Nicola Hamelmann von der ökumenischen Hospizbewegung Bad Honnef deutlich, wie sehr es auf die sogenannte emotionale Intelligenz im Umgang mit Sterbenden und Trauernden ankommt.
In ihrem Vortrag, zu dem das Hospiz im Kreis Neuwied ins Historische Rathaus nach Linz eingeladen hatte, erläuterten die beiden Redner, wie wichtig das Zusammenspiel von Kopf und Bauch ist und dass sich Verstand und Emotion nicht gegeneinander ausspielen, sondern  hervorragend ergänzen. Für Menschen, die Sterbenden oder Trauernden zur Seite stehen, heißt dies: Es braucht Achtsamkeit und Empathie, um Spuren zum Anderen zu finden. Es bedeutet aber auch, sich abzugrenzen. „Mitleiden hilft keinem“, stellte Nicola Hamelmann klar. Nach Meinung der Expertin geht es vielmehr darum, dem Gegenüber authentisch Wertschätzung entgegenzubringen, gute Momente durch Gespräche und Erinnerungen zu schaffen oder die Angst vor dem, was kommen wird, zu nehmen.


  • Auszeit  für Trauernde in Maria Laach
    Wie das Leben wieder gut und erfüllt werden kann

Kreis Neuwied.  Wenn das Leben durch den Tod eines geliebten Menschen aus den Fugen gerät und nichts mehr ist, wie es war, verlangen Hilflosigkeit und Ohnmacht nach Antworten. Die Auseinandersetzung mit der veränderten Lebenssituation ist ein Schritt auf dem Weg, wieder das Leben zu leben und zu lieben. Hierzu bietet das Hospiz im Kreis Neuwied (Neuwieder Hospizverein und Ambulantes Hospiz)  am 21. Mai 2016 von 9.30 bis 17.30 Uhr  im Kloster Maria Laach  einen Auszeittag für Trauernde an. An diesem Tag sollen Menschen, die Gleiches erlebt und erlitten haben, unter fachlich behutsamer Leitung zweier Trauerbegleiter Raum für ihre Trauer haben und dabei ausreichend Möglichkeiten und Zeit bekommen, sich miteinander auszutauschen. Mittels kleiner Impulse, Entspannungsübungen, Spaziergängen, kreativen Ausdruckselementen und vielen Gesprächsmöglichkeiten werden Wege erarbeitet, sich dem Gedanken zu öffnen, dass das Leben zwar nie mehr so wird, wie es war, dass es jedoch wieder ein gutes und erfülltes Leben werden kann.
Vom 16.12. bis 18.12.2016 findet am gleichen Ort ein Auszeitwochenende für Trauernde statt.
Information und Anmeldung:
Hospiz im Kreis Neuwied, Telefon: 026 31 - 34 42 14, E-Mail: verein@neuwieder-hospiz.de


  • Macht Schuld Sinn?
    Theaterstück gibt Antworten

Neuwied. Wer einen lieben Menschen verloren hat, fühlt sich nicht selten den Gefühlen seiner Trauer hilflos ausgeliefert, fast schon erdrückt von einer schweren Last.  So jedenfalls brachten die Trauerbegleiterin Chris Paul und die Clownin Aphrodite (Ida Maria Paul) im Evangelischen Gemeindezentrum in Heddesdorf  die Situation Trauernder auf die Bühne. Die beiden Frauen thematisierten nicht nur den Umgang mit dem schmerzlichen Verlust, sondern blickten noch viel tiefer. Denn Sätze, wie etwa „Ich bin schuld. Ich habe etwas falsch gemacht“, hört Chris Paul in ihrer Funktion als Trauerbegleiterin immer wieder. Doch warum liefern sich Menschen dem Gefühl der Schuld aus? Warum machen sie sich selbst oder anderen Vorwürfe, wenn sie trauern? „Wenn alles, was vorher leicht war, verloren gegangen ist, dann können sogar Schuldgefühle helfen, eine große Not zu überstehen“, machte Chris Paul deutlich. Die Schuldvorwürfe oder –zuweisungen seien Ausdruck für das tiefe Bedürfnis, zu verstehen, warum ein Mensch plötzlich nicht mehr da ist. „Wenn es keine Antwort darauf gibt, muss ich oder jemand anders es doch schuld gewesen sein“. So schwierig es für Außenstehende auch klingen mag, laut Chris Paul sind die Gefühle der Schuld für Hinterbliebene auch eine Möglichkeit, die Bindung zu dem Verstorbenen nicht zu verlieren. Wie Krücken bieten sie Halt auf dem Boden, der unter ihren Füßen so plötzlich zerbrochen ist. 
Gemeinsam mit über 100 Zuschauern, die auf Einladung des Hospiz im Kreis Neuwied (Ambulantes Hospiz und Neuwieder Hospizverein), der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung und der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz nach Heddesdorf gekommen waren, fanden die beiden Akteurinnen auf der Bühne eine Antwort auf die Frage: Macht Schuld Sinn? Einfühlsam brachten sie ein schweres Thema zur Sprache, ohne die Leichtigkeit und den Humor zu vernachlässigen. Mit ihren eindrucksvollen Szenen öffneten sie ihren Zuschauern neue Wege, sich dem Thema Schuld zu nähern und vieles zu verstehen. So nahmen sie auch zur Lebenswirklichkeit von Kriegskindern Stellung,  passend zum Jahresthema des Hospiz im Kreis Neuwied, „Sterbe- und Trauerbegleitung der Kriegs-und Kriegsenkelgenerationen“.  Und sie wandten sich an jene, die trauernden Menschen begegnen. „Lassen sie uns Abstand halten, Innehalten und respektvoll mitfühlend Räume ohne Strafe schaffen. So kann man verzeihen und sich selbst von Schuld befreien“, sagte Chris Paul. Ein ergreifender Abend, der für Verständnis warb, Antworten auf gestellte und  nichtgestellte Fragen gab.

 
Die Trauerbegleiterin Chris Paul (links) und Clownin Aphrodite suchten auf der Bühne Antworten auf die Frage: Macht Schuld Sinn?


  • Der Verstorbenen gedacht

Kreis Neuwied. In zwei Gedenkfeiern haben das Ambulante Hospiz und der Neuwieder Hospizverein an alle Menschen gedacht, die die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im vergangenen Jahr in ihrer Sterbezeit begleitet haben. Für die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen, aber auch für sich selbst bieten die Hospizmitarbeiter seit vielen Jahren Gedenkfeiern als ein Ritual des Abschieds an. Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ wurde in der Neuwieder Feldkirche an 68 und in der Klosterkirche Ehrenstein an 69 Menschen erinnert. Ihre Namen wurden einzeln verlesen und für jeden eine Kerze angezündet.



Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ wurden die Kirchen (hier Ehrenstein) liebevoll geschmückt.


  • Mitfühlen- nicht mit leiden
    Hospizbegleiter benötigen viel Einfühlungsvermögen

Kreis Neuwied. Es sind derzeit 84 Menschen, die ehrenamtlich für das Hospiz im Kreis Neuwied (Ambulantes Hospiz und Neuwieder Hospizverein) Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite stehen. 84 Frauen und Männer, die in ihrer Freizeit die Selbstbestimmung Sterbender in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen und dazu beitragen, dass sich kranke und alte Menschen in Würde vom Leben verabschieden können. Um diese Aufgabe bewältigen zu können, setzten sie sich selbst in einem 135-stündigen Befähigungskurs mit den Themen Krankheit, Sterben und Tod, Trauer und Trennung auseinander. Die Bildungsreferentin des Hospiz im Kreis Neuwied, Heidi Hahnemann, berichtet im Interview, mit welcher Motivation sich die Männer und Frauen für dieses Ehrenamt entscheiden und wie sie sich auf ihre Aufgabe vorbereiten.

Wer sind die Menschen, die sich in der Hospizarbeit engagieren?
„Es ist eine große Bandbreite an Männern und Frauen, die sich interessieren. Im Kreise unserer Hospizbegleiter sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aus allen möglichen Berufsfeldern und verschiedenen Altersgruppen.“

Mit welcher Motivation gehen sie in die Begleitung Sterbender?
„Da gibt es auch viele verschiedene Beweggründe. Sie reichen von dem Wunsch, nach dem Berufsleben etwas Sinnvolles in der Freizeit tun zu wollen, bis hin zu eigenen Erfahrungen, die die Ehrenamtlichen beim Sterben von Angehörigen gemacht haben.“

Kann jeder Hospizbegleiter werden?
„Ich kann nur Hospizbegleitungen machen,  wenn ich mich selber kenne und wenn es mir gut geht. Eine hospizliche Haltung setzt viel Empathie voraus, mindestens genauso wichtig ist es, authentisch zu sein, um Vertrauen aufbauen zu können und den Menschen ehrlich gegenüberzutreten. Hospizbegleiter müssen mit beiden Füßen auf dem Boden stehen.
In unseren Befähigungskursen werden deshalb die Teilnehmer in ihrer eigenen Wahrnehmung und der für andere gestärkt. Ziel ist es, eine Haltung, die von Achtsamkeit, Behutsamkeit und Respekt geprägt ist, zu schärfen.“

Wie ist der Befähigungskurs aufgebaut?
„Im ersten Teil der Ausbildung, also rund drei Monate, lernen die Teilnehmer viel über sich selbst. Wichtig ist es, sich selbst öffnen zu können, um anderen ein geeigneter Begleiter zu sein. Dann schließt sich ein Praktikum an, in dem man über die Dauer von drei Monaten einen Menschen besucht. Ziel hierbei ist es, zu erfahren, ob es möglich ist, einen Kontakt zu einer fremden Person in einer außergewöhnlichen Situation aufzubauen.  Dabei bietet sich auch die Möglichkeit, zu überprüfen, ob man für das spätere Ehrenamt in der Lage ist, über drei Monate (eine statistische Größe) seine Zeit einmal wöchentlich für ein bis zwei Stunden zu verschenken. Ganz wichtig hierbei sind immer wieder Gruppenabende und der gegenseitige Austausch der angehenden Hospizbegleiter. Dann erst beschäftigen sich die Kursteilnehmer mit der Theorie rund um Krankheitsbilder, Demenz, Familiensystemen oder Zeichen des Sterbens. Unter anderem fällt auch der Besuch eines Hospizes in diese Phase der Ausbildung. Beendet wird der Kurs mit Abschlussgesprächen.“

Was ist ihrer Meinung nach das Wichtigste in der Hospizbegleitung?
„Es geht darum, für den anderen - seinen Bedürfnissen entsprechend - da zu sein.“

Der nächste Grundkurs für Hospizhelferinnen und -helfer beginnt im September dieses Jahres.
Mehr Informationen hierzu gibt es bei Heidi Hahnemann vom Hospiz im Kreis Neuwied, Telefon: 02631/344214.



Sich auf sein Gegenüber einlassen: Die Hospizfachkraft Verena Krings-Ax (links) und Bildungsreferentin Heidi Hahnemann (rechts) stellen eine Übung aus der Ausbildung für Hospizbegleiter dar, in der gemeinsam - ohne zu sprechen - ein Bild gemalt werden soll.


  • Gründungsmitglied des Neuwieder Hospizvereins wurde mit der Verdienstmedaille des Landes ausgezeichnet
    Dr. Ingrid Stollhof setzt sich seit fast 20 Jahren für Sterbende ein

Kreis Neuwied/Mainz. Mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz wurde Dr. Ingrid Stollhof aus Feldkirchen ausgezeichnet. Die Medizinerin ist Mitbegründerin des Neuwieder Hospizvereins. Für die passionierte Hausärztin war es eine Berufung, sich damals der Hospizbewegung anzuschließen und letztendlich auch den Verein im Jahr 1997 mit zu gründen.
„Als qualifizierte Palliativärztin hat Ingrid Stollhof mittlerweile über 150 Vorträge gehalten, um die Hospizidee bekannt zu machen“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, bei der Auszeichnung. „Ingrid Stollhof leistet seit fast 20 Jahren Pionierarbeit, die gerade für unsere Zukunft so wichtig ist“, so Bätzing-Lichtenthäler weiter. Die sechsfache Mutter und Ärztin engagiere sich nicht nur im Vorstand des Neuwieder Hospizvereins, sondern darüber hinaus auch seit 30 Jahren im Kirchenchor St. Michael in Feldkirchen, weiterhin gilt sie als Unterstützerin des Feldkirchener Sportvereins. „Das ist weit mehr, als das normale Maß an bürgerschaftlichem Engagement“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Sie sprach dem Ehrenamt in Rheinland-Pfalz Respekt und Anerkennung aus. „Ohne ehrenamtliches Engagement wäre das Leben in unserer Gesellschaft undenkbar“.
Auch für den Neuwieder Hospizverein bedeutet die Auszeichnung von Dr. Ingrid Stollhof viel. „Wir sind froh und dankbar, dass wir Menschen, wie Ingrid Stollhof haben, die sich für ein würdevolles Leben bis zum letzten Augenblick einsetzen“, sagte der zweite Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Peter Oster. Die Auszeichnung Stollhofs stünde auch stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen, die sich im Kreis Neuwied sterbenden und trauernden Menschen widmen.

Von links nach rechts: Sabine Birkenbach vom Ambulanten Hospiz, der zweite Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Peter Oster, Bildungsbeauftragte Heidi Hahnemann, Dr. Ingrid Stollhof, Landrat Rainer Kaul, Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Neuwieder Beigeordnete Michael Mang bei der Auszeichnung in Mainz.


  • Was wirklich wichtig ist: Kunstaktion zog viele Blicke auf sich

Linz. Eine schwarze Tafel geht um die Welt: Als die amerikanische Künstlerin Candy Chang einen Menschen, der ihr sehr viel bedeutet hatte, verlor, forderte sie die Menschen in ihrer Umgebung auf, das aufzuschreiben, was ihnen im Leben wichtig ist. Auf eine schwarze Tafel schrieben sie ihre persönlichen Wünsche und Sehnsüchte und teilten sie so mit anderen Passanten. Aus dieser Aktion ist ein weltweites Kunstprojekt geworden. Insgesamt wurden über 500 Tafelwände in mehr als 70 Ländern in 35 verschiedenen Sprachen ausgefüllt. Das Neuwieder Hospiz holte diese Tafel auch in den Kreis Neuwied. Unter anderem wurde sie in der Linzer Altstadt aufgestellt. Das Ergebnis war beeindruckend: „Die Möglichkeit, die eigenen Wünsche aufzuschreiben, wurde sehr gut angenommen“, sagt die Bildungsbeauftragte des Neuwieder Hospizes, Heidi Hahnemann. Sie berichtet von teilweise berührenden Szenen und Menschen, bei denen einige Gedanken angestoßen wurden. Der Satz „Bevor ich sterbe, möchte ich…“,  wurde unter anderem mit Worten, wie „geliebt worden sein“, „Kinder haben“, „nach New York fliegen“ oder „gesegnet worden sein“ beendet. 

Das Leben bis zum letzten Augenblick in den Mittelpunkt rücken, das möchten auch die vielen Aktiven des Neuwieder Hospizes. Ihnen geht es darum, nicht dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben und ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Von der positiven Resonanz der Aktion fühlt sich Heidi Hahnemann ermutigt, die Tafel mit dem Titel „Before I die“ (Bevor ich sterbe) auch noch an anderen Orten aufzustellen und so den Menschen die Gelegenheit anzubieten, das zum Ausdruck zu bringen, was ihnen wirklich wichtig ist und in der Hast des Alltages nur allzu oft vergessen wird.


  • „Wege gehen und mitgehen“
    Trauerwanderungen in Feldkirchen, Neustadt und Linz

Kreis Neuwied.  Unter dem Motto „Wege gehen und mitgehen“ bietet der Neuwieder Hospiz- verein Trauerwanderungen an. Dieses Angebot richtet sich an Hinterbliebene, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben und sich in einem geschützten Raum mit Gleichbetroffenen austauschen möchten. Gemeinsam können sie sich auf den Weg machen, um Rückblick zu halten und nach vorne zu schauen, um die eignen Gefühle und die der anderen zu spüren, um die eigene Trauer zu teilen und dann wieder gestärkt den eigenen Weg zu gehen. Die geführten Wanderungen bieten die Möglichkeit, die vielfältigen Momente des Werdens und Vergehens zu erfahren,  sie können einen Impuls für das Begehen des eigenen Trauerweges geben. Die Trauerwanderungen in Linz und Neustadt werden in Kooperation mit der Kath. Familienbildungsstätte Linz veranstaltet. 
Mitzubringen sind bequemes Schuhwerk und Trinkflasche.
Ansprechpartnerin ist Heidi Hahnemann vom Neuwieder Hospizverein/Ambulantes Hospiz, Telefon: 02631/344214.

Die Termine der Wanderungen finden Sie auf der Seite "Trauerbegleitung".


  • Sterbebegleitung: Jeder Tag ist ein Geschenk

Linz/Neuwied.  Seit 15 Jahren  schon engagiert sich Hanna Kohl in der Hospizbewegung. Als ehrenamtliche Hospizhelferin des Neuwieder Hospizvereins begleitet die Linzerin schwerstkranke und sterbende Menschen in der letzten Phase ihres Lebens.
Einen Fall wird Hanna Kohl nie vergessen. Denn diese Begleitung eines Sterbenskranken hat ihr wie keine andere so deutlich vor Augen geführt, wie wichtig ihr Engagement und das ihrer Mitstreiter ist. Als wäre es gestern gewesen, kann sich Hanna Kohl noch gut an die erste Begegnung mit Herrn M. erinnern. Der Mittvierziger lag im Krankenhaus und es gab keine Hoffnung auf Genesung. Seit vielen Jahren schon war er Diabetiker, beide Beine und der rechte Arm waren amputiert, die Finger der linken Hand zum Teil schon abgestorben. Herr M. hatte keine Zähne mehr, war fast blind und alle zwei Tage dialysepflichtig. Er sagte damals zu Hanna Kohl: „Ich habe schlimme Angst vor dem Tod und möchte noch nicht sterben“. Deshalb hatte er sich für das Leben entschieden und nicht für die Möglichkeit, auf die Dialysebehandlung zu verzichten. Denn in diesem Falle wäre sein Leiden schnell zu Ende gewesen. Stattdessen freute er sich über den Besuch von Hanna Kohl und die Abwechslung, die sie in den Krankenhausalltag brachte. „Nach dieser ersten Begegnung mit dem Mann war es mir recht mulmig, ich konnte mir noch nicht einmal vorstellen, ihn überhaupt anfassen zu können“, erinnert sich Hanna Kohl. Schnell kamen Fragen, wie etwa „Was macht einen Menschen aus?“ oder „Was ist Leben?“ in ihr hoch.
Doch Hanna Kohl ging am nächsten Tag wieder ins Krankenhaus, las Herrn M. etwas vor und ließ eine Klangschale erklingen. „Wenn man nichts sieht, dann ist es schön, zu hören“, sagte er. Wieder einen Tag später löst Hanna Kohl eine Krankenschwester beim Essenanreichen ab. „Seinen Anblick und auch den Geruch des Schwerkranken habe ich völlig ausgeblendet, ich sah nur noch den Menschen und warf alle Berührungsängste über Bord“, berichtet Hanna Kohl. In den folgenden Tagen half die passionierte Nichtraucherin Herrn M. sogar dabei, eine Zigarette zu rauchen. „Ich spürte, wie sehr er die Zuneigung genoss und mir signalisierte, dass er leben möchte“. Hanna Kohl konnte sich fantastisch mit Herrn M. unterhalten und mit ihm prima über das Leben philosophieren. Sie las dem ehemaligen Kraftfahrer Reiseliteratur vor und schmiedete auch mit ihm Zukunftspläne. Denn es standen Überlegungen an, ob Herr M. in ein stationäres Hospiz verlegt werden soll. Doch dann rückte die Möglichkeit einer Betreuung in einem nahe gelegenen Pflegeheim in den Fokus. Herr M. freute sich auf diesen Umzug, denn  er hatte Heimweh und wäre so wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Doch dazu kam es nicht mehr. „Drei Tage später erhielt ich die Nachricht, dass er nachts völlig überraschend verstorben ist“,  sagt Hanna Kohl.
Für sie war die diese Begleitung etwas Besonderes. „Sie war in vieler Hinsicht ein Geschenk. Diesen Menschen werde ich nicht vergessen“, fügt sie hinzu. Hanna Kohl konnte nie in Erfahrung bringen, wo Herr M. beerdigt wurde, deshalb entzündete sie für ihn auf dem Grab ihrer Eltern eine Kerze.
Hanna Kohl ist eine von vielen Ehrenamtlichen im Neuwieder Hospizverein, die für ein menschenwürdiges Leben bis zum letzten Augenblick eintreten. Ganz im Sinne der Hospizidee „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“ wandten im vergangenen Jahr die ehrenamtlichen Hospizhelfer insgesamt 3246 Stunden für 242 Menschen im Kreis Neuwied in ihrer letzten Lebensphase auf. 

Hanna Kohl engagiert sich seit 15 Jahren im Neuwieder Hospizverein.

  • Ehrenamtliche schöpfen Kraft bei meditativer Wanderung und gemeinsamem Musizieren

Ehrenstein. Über 100 Ehrenamtliche engagieren sich auf vielfältige Weise im Neuwieder Hospizverein, setzen sich in der  Sterbe- und Trauerbegleitung ein, tragen die Hospizidee nach Außen oder engagieren sich im Vorstand. Einmal im Jahr ist es deshalb Zeit, diesen vielen Helfern Dank zu sagen. Die Bildungsreferentin des Hospizvereins, Heidi Hahnemann, lud deshalb zu einer meditativen Wanderung zum Kloster Ehrenstein ein. Hier war es Hahnemann ein besonderes Anliegen, die Bedürfnisse der Männer und Frauen zu unterstützen, sich mit ihnen auf den Weg zu machen, um zu erfahren, was gut tut und stärkende Impulse geben kann. Dies waren am Ende der Wanderung Rhythmen, leise und laute Töne und das Zusammenspiel auf verschiedenen Musikinstrumenten, dass durch den Musikpädagogen Peter Maul angeleitet wurde.


  • Ehrenamtliche für Sterbebegleitung ausgebildet

Neuwied. 13 neue ehrenamtliche Hospizhelfer konnte der stellvertretende Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Peter Oster, willkommen heißen. Die Männer und Frauen hatten einen 135-stündigen Befähigungskurs gemeinsam absolviert, um künftig schwerstkranken und sterbenden Menschen zur Seite stehen zu können. Ihr gemeinsames Ziel ist es, der Menschlichkeit in unserer Gesellschaft mehr Raum zu geben, indem sie die Würde und Selbstbestimmung Sterbender in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.
Im Rahmen ihres Befähigungskurses hatten sich die Teilnehmer unter anderem mit der eigenen Sterblichkeit auseinandergesetzt, Themen, wie Krankheit, Sterben und Tod, Trauer und Trennung, behandelt. Dabei machten sie sich auf den Weg, eine eigene Haltung zu finden, die sich an den Bedürfnissen sterbender Menschen orientiert und die geprägt ist von der Idee, Herz und Verstand zu vereinen. Dabei spürten sie, dass sie nicht alleine sind auf ihrem Weg sondern in einer Gemeinschaft getragen werden, die ihnen Kraft gibt, ihre Aufgaben zu bewältigen. Seit über 15 Jahren schon bildet der Neuwieder Hospizverein Menschen aus, die ehrenamtlich sterbende Menschen und deren Angehörige begleiten. Ein weiterer Schwerpunkt des Hospizvereins ist die Trauerbegleitung. Auch hier setzen sich die Verantwortlichen für die Ausbildung von Ehrenamtlichen ein, die trauernden Menschen zur Seite stehen.   

Ein neuer Hospizhelferkurs beginnt im September dieses Jahres. Mehr Informationen gibt es beim Neuwieder Hospizverein unter 02631/344214 auf dieser Homepage unter dem Punkt "Ehrenamt" oder per Mail: verein@neuwieder-hospiz.de

12 Frauen und ein Mann erhielten ihr Zertifikat für den erfolgreich abgeschlossenen Befähigungskurs zum Hospizhelfer. Der stellvertretende Vorsitzende des Hospizvereins, Peter Oster (links), Bildungsreferentin Heidi Hahnemann (rechts), Kursleiterin Uta Schmidt (5.v.re.) und die Hospizfachkraft Sabine Birkenbach (2.v.re), gratulierten. 


  • Neue Bildungsbeauftragte willkommen geheißen

Neuwied. Heidi Hahnemann ist neue Bildungsbeauftragte des Ambulanten Hospizes Neuwied. Sie tritt die Nachfolge von Rita Krebsbach an, die im vergangenen Jahr verabschiedet wurde. Christoph Drolshagen als Vertreter der Träger des Ambulanten Hospizes freute sich, dass nun fünf Monate, in denen die Stelle der Bildungsbeauftragten vakant war, vorbei sind und hieß Heidi Hahnemann im Kreise der Mitarbeiter des Ambulanten Hospizes und des Vorstandes des Neuwieder Hospizvereins herzlich willkommen.
Auch der stellvertretende Vorsitzende des Hospizvereins, Peter Oster, sieht der Zusammenarbeit mit Heidi Hahnemann freudig entgegen. Die Bildungsbeauftragte ist unter anderem verantwortlich für die Ausbildung der ehrenamtlichen Hospizhelfer, darüber hinaus ist sie Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen des Neuwieder Hospizvereins. Nach verschiedenen Stationen ihres beruflichen Wirkens, unter anderem in einer Sozialstation und einer Sucht- und Drogenklinik, führte sie ihr Weg im Jahr 2002 zur Hospizarbeit.
Heidi Hahnemann baute unter anderem einen ambulanten Hospizdienst in Köln auf, zuletzt arbeitete sie als Hospizfachkraft und Bildungsbeauftragte des Ambulanten Hospizes Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern. Heidi Hahnemann, die ihre Wurzeln im Wiedtal hat, freut sich, dass sie jetzt wieder zurück in ihrer alten Heimat ist und die Hospizarbeit im Kreis Neuwied unterstützen kann. Als Bildungsbeauftragte möchte sie nicht nur dazu beitragen, dass die Hospizidee, ein menschenwürdiges Leben bis zum letzten Augenblick zu ermöglichen, weiter verwirklicht wird; ganz besonders liegt ihr auch die Begleitung trauernder Menschen am Herzen.

Heidi Hahnemann (Mitte) wurde von Mitarbeitern des Ambulanten Hospizes und des Neuwieder Hospizvereins willkommen geheißen.


  • Susan Sprague-Wessel legt Amt als Vorsitzende aus gesundheitlichen Gründen nieder
    Vorstandsteam des Neuwieder Hospizvereins will gemeinsam erfolgreiche Arbeit fortsetzen

Neuwied.  Susan Sprague-Wessel hat ihr Amt als Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins niedergelegt. In der jüngsten Mitgliederversammlung erklärte sie unter Tränen: „Es bricht mir das Herz, aber ich muss mein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen“. Die Mitglieder des Vereins und des Vorstandes nahmen diese Entscheidung mit großem Bedauern, aber auch mit Verständnis an. „Als Susan Sprague-Wessel vor drei Jahren den Vorsitz mit dem Ziel, dass jeder im Kreis Neuwied gut sterben kann, übernommen hat, war ich sehr beeindruckt. Dank ihres großen Engagements haben wir viel erreicht“, sagte Dr. Ingrid Stollhof vom Vorstandsteam. Als Mitbegründerin des Hospizvereins hat sie miterlebt, wie die Aufgaben mit dem Verein in den 18 Jahren seines Bestehens  gewachsen sind. Mit Blick auf das Ehrenamt im Verein stellte sie fest: „Das, was in den Anfangszeiten noch überwiegend Ehre war, hat sich zu einem verantwortungsvollen und arbeitsintensiven Amt entwickelt“. Der zweite Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Peter Oster, hierzu: „Susan Sprague-Wessel hat die Hospizidee verkörpert und war mir in vielen Belangen Vorbild. Deshalb bin ich mir sicher, dass das verbleibende Team den Verein bis zu den regulären Neuwahlen im kommenden Jahr erfolgreich führen wird. An der Entwicklung werden wir uns messen lassen“. 
Was alles alleine im letzten Jahr vom Neuwieder Hospizverein bewegt wurde, machte Susan Sprague-Wessel bei ihrem Jahresrückblick deutlich. Insgesamt hatten unter anderem 14 Hospizbegleiter ihren Grund- und Aufbaukurs abgeschlossen, eine neue Ausbildung begann ebenfalls mit 14 Männern und Frauen in Dattenberg. Gleichzeitig wurden acht Trauerbegleiterinnen ausgebildet und  Angebote für Trauernde geschaffen. Mit dem steigenden Bedarf an Begleitungen schwerstkranker und sterbender Menschen im Kreis Neuwied ist auch das Team des Ambulanten Hospizes gewachsen. Als vierte Hospizfachkraft kam Christiane Freymann hinzu. „In der letzten Zeit haben wir festgestellt, dass der Verein mit über 300 Mitgliedern und fast 100 Ehrenamtlichen auf die Größe von einem mittelständischen Unternehmen angewachsen ist. So arbeitete der Verein an neuen Strukturen, die die ehrenamtlich Tätigen von administrativen Aufgaben entlasten und es ihnen ermöglichen, sich hauptsächlich den inhaltlichen Zielen und Aufgaben der Hospizarbeit zu widmen“, berichtete Sprague-Wessel weiter. So wandten die ehrenamtlichen Hospizhelfer im Jahr 2014 insgesamt 3246 Stunden für 242 Menschen, die von ihnen begleitet wurden, auf. Die vier hauptamtlichen Hospizfachkräfte des Ambulanten Hospizes, das unter anderem vom Neuwieder Hospizverein gemeinschaftlich mit der Marienhaus GmbH Waldbreitbach, den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz in Hausen und den Schwestern vom Heiligen Kamillus in Asbach getragen wird,  standen den Sterbenden und ihren Angehörigen 1056 Stunden zur Seite. Wie die Hospizfachkraft Christiane Freymann berichtete, litt der größte Teil der Menschen, die hospizlich begleitet wurden, unter Krebserkrankungen, die meisten von ihnen wurden in ihrer letzten Lebensphase zuhause und in Heimen begleitet.
Mit Blick auf die Zukunft hielt Peter Oster fest: „Es liegen große Herausforderungen vor uns. Die Gewinnung von Mitgliedern, effiziente Öffentlichkeitsarbeit und Erhöhung des Spendenaufkommens sind zusätzliche wichtige Pfeiler für die zukünftige Entwicklung. Die positive Wahrnehmung des Hospiz- und Palliativgedankens durch die Öffentlichkeit sind uns hierbei zusätzliche Motivation.“


  • Dank für engagiertes Wirken

Neuwied. Es sind viele Menschen, die der Hospizbewegung im Kreis Neuwied ein Gesicht geben. Eine, die sich für die Ziele des Neuwieder Hospizvereins eingesetzt hat, ist Karin Michels aus Rheinbrohl. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins, war acht Jahre lang dessen Vorsitzende. Unter anderem hatte Karin Michels das Trauercafé in Ehrenstein aufgebaut und stand dort sechs Jahre lang trauernden Menschen zur Seite. Diese Aufgabe hat Michels nun nahtlos an neu ausgebildete Trauerbegleiter abgegeben, die das Trauercafé im Mehrgenerationenhaus in Neustadt an jedem ersten Mittwoch im Monat als „Tagesausklang für Trauernde" fortführen. Ellen Michaelsen vom Vorstand des Neuwieder Hospizvereins dankte Karin Michels, die auch weiterhin mit dem Verein eng verbunden ist, für ihr engagiertes Wirken.

Ellen Michaelsen (links) dankte Karin Michels (rechts) für ihr Engagement.


  • Ambulantes Hospiz Neuwied: Christiane Freymann wird als zusätzliche Hospizfachkraft die Präsenz in der Verbandsgemeinde Linz ausbauen

Linz. Seit Anfang Juli erweitert und bereichert sie bereits das Team der hauptamtlichen Hospizfachkräfte des Ambulanten Hospizes Neuwied: Nun wurde Christiane Freymann in einer kleinen Feierstunde in den Räumen der Senioren-Residenz St. Augustinus in Linz offiziell in ihr Amt eingeführt. Sie wird ihren Arbeitsschwerpunkt auf die Verbandsgemeinde Linz legen und die Hospizarbeit, die durch engagierte Ehrenamtliche mit getragen wird, dort noch präsenter machen. Dafür ist Christiane Freymann bestens vorbereitet. Sie hat viele Jahre im Linzer Krankenhaus in der Pflege gearbeitet, zusätzlich die palliative Pflege erlernt und ein Jahr auf der Palliativstation des Remagener Krankenhauses gearbeitet.
Wenn es darum geht, schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Stück Lebensweg zu begleiten, dann kann sie nicht nur auf die engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort zählen, sondern kann beispielsweise auch anknüpfen an das Palliativnetzwerk im Kreis Neuwied. Das betonte Christoph Drolshagen, der die Träger im Ambulanten Hospiz vertritt, in seinem Grußwort.
Gemeinsame Träger des Ambulanten Hospizes Neuwied sind der Neuwieder Hospiz e. V., die Marienhaus Unternehmensgruppe, die Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz in Hausen und die Schwestern vom Hl. Kamillus in Asbach.

Christiane Freymann (3. von links) erweitert das Team der hauptamtlichen Hospizfachkräfte des Ambulanten Hospizes Neuwied und wird die Präsenz in der Verbandsgemeinde Linz ausbauen. Unser Bild zeigt Christiane Freymann im Kreise ihrer Kolleginnen und der Gesellschaftervertreter des Hospizes.      Foto: Heribert Frieling


  • Oase für Trauernde öffnet in Puderbach - Auftaktveranstaltung am 10. Juli 2014

Puderbach. Die „Oase für Trauernde“ ist ein neues Angebot des Neuwieder Hospizvereins für Menschen, die einen Angehörigen verloren haben. Ab dem 4. September haben Trauernde in den Räumen der Diakonie in der Mittelstraße 18 die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder sich einfach nur ihren Schmerz von der Seele zu reden. Unterstützung erhalten sie dabei von den Trauerbegleiterinnen Karin Reischl und Annette Abel, von Diakon Wilfried Voigt und Ruky Wagner, die selbst den Verlust eines lieben Menschen bewältigen musste.
 „Im Puderbacher Land gibt es derzeit kein Angebot der Trauerbewältigung“, sagt Karin Reischl vom Team der Trauerbegleiter/innen. Deshalb ist sie ganz besonders froh, dass die Diakonie hier Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Die Oase will trauernden Menschen einen geschützten Raum eröffnen und Einsamkeit zumindest für einen Moment in Gemeinsamkeit verwandeln. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr können sich hier ab dem 4. September Menschen treffen, um ihre Trauer in Worte zu fassen und sich gegenseitig auf ihrem Weg, ein trauriges Kapitel in ihrem Leben zu bewältigen, unterstützen.  Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Besuch der Oase für Trauernde ist kostenfrei. Zu einer Auftaktveranstaltung lädt der Neuwieder Hospizverein am Donnerstag, den 10. Juli von 16 bis 17.30, in die Räume des Diakonischen Werkes in Puderbach ein.

Karin Reischl, Wilfried Voigt, Annette Abel und Ruky Wagner stehen künftig Trauernden in Puderbach zur Seite.


  • Hospizhelferin Mathilde Marx berichtet nach Befähigungskurs

Kreis Neuwied. Am 19. August startet der Neuwieder Hospizverein mit einem neuen Befähigungskurs für angehende Hospizhelfer. Männer und Frauen, die ehrenamtlich schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten möchten, erhalten hier das nötige Rüstzeug für diese wertvolle Aufgabe.
Eine, die sich bereits entschieden hat, beim Neuwieder Hospizverein ehrenamtlich Schwerstkranke und Sterbende zu begleiten,  ist Mathilde Marx aus Asbach. Sie absolvierte gemeinsam mit zwei Männern und neun weiteren Frauen den jüngsten Befähigungskurs für angehende Hospizhelfer, setzte sich hier unter anderem mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer intensiv auseinander.
„Schon lange hatte ich davon gehört, dass es die Möglichkeit gibt, ehrenamtlich kranke und sterbende Menschen zu begleiten. Bei einem Infoabend rund um dieses Thema wurde mir klar, dass ich diese Aufgabe gerne übernehmen möchte“, berichtet Mathilde Marx. Für die gelernte Erzieherin ist klar: „Jedes Leben zählt bis zum letzten Augenblick“. Und in diesem Sinne liegt ihr der respektvolle Umgang mit Menschen in der letzten Lebensphase besonders am Herzen. „Ich würde gerne dazu beitragen, die Bedürfnisse der Menschen, die Hilfe in diesem Lebensabschnitt brauchen, zu erfüllen“, sagt sie.
Durch den Befähigungskurs fühlt sich Mathilde Marx gestärkt, diese Aufgabe wahrnehmen zu können. „Dies ist solch eine gute Sache. Gerade Menschen, die in Pflegeeinrichtungen ihren Lebensabend verbringen, tut es gut, wenn da jemand ist, der ihnen zuhört oder einfach nur für sie da ist so dass sie die Anteilnahme spüren“, ist sich Mathilde Marx sicher. „Wichtig ist, dass man am Ende des Lebens keine Ängste und Schmerzen mehr haben muss und dass man einen ‚Anwalt‘ an seiner Seite hat, der dabei hilft, dass man sich in Würde vom Leben verabschieden kann“. Mathilde Marx möchte solch ein „Anwalt“ für schwerstkranke und sterbende Menschen sein und Menschen zuhause oder in einer Pflegeeinrichtung auf ihrem letzten Weg begleiten.  Gleichzeitig weiß sie, dass sie mit ihrem Engagement auch Angehörige unterstützen kann. Die Asbacherin sieht voller Freude ihrer Aufgabe entgegen, in der sie auch einen tiefen Sinn für ihr eigenes Leben sieht. Kraft für dieses Engagement findet Mathilde Marx in der Natur und im Austausch mit den anderen Hospizhelfern und -Helferinnen. Letztendlich finden die Ehrenamtlichen auch durch vielfältige Angebote Unterstützung und Begleitung beim Neuwieder Hospizverein.

Mathilde Marx hat am Befähigungskurs des Neuwieder Hospizvereins teilgenommen und freut sich nun auf ihre ehrenamtliche Aufgabe in der Sterbebegleitung.

  • 2. Ehrensteiner Hospiztag bot interessante Einblicke
    Die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden in den Mittelpunkt gerückt 

Kloster Ehrenstein. Vor über fünf Jahren drängten sich schon einmal über 100 Menschen beim ersten Ehrensteiner Hospiztag im Kreuzgang des Klosters Ehrensteins, um etwas über die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden zu erfahren. Jetzt fand der zweite Hospiztag statt und wieder kamen viele Menschen, um sich über die Hospizbewegung im Kreis  Neuwied und ganz speziell im Asbacher Land zu informieren.
„Sterben und Tod ist in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Tabu-Thema“, stellte die Ärztin und Initiatorin der Veranstaltung,  Anna Wenning-Jokisch fest. „Es bedarf eines Netzes von unterschiedlichen Mensch und Hilfen, bei denen jeder in seiner Art für
den Todkranken bzw. seine Angehörigen wichtig ist“, sagte die Medizinerin. Und deshalb freute sie sich umso mehr, dass sich in den letzten fünf Jahren viele Ehrenamtliche gefunden haben, die als Hospizhelfer, gut ausgebildet durch den Neuwieder Hospizverein, Menschen in ihrer letzten Lebensphase zur Seite stehen.
Wie der Kontakt zu den Hospizhelfern hergestellt werden kann, das machten Hedwig und Paul Schöneberg in einem kleinen Schauspiel auf eine ganz humorvolle und menschliche Weise deutlich. Eines wurde erkennbar an diesem Tag: Es darf gelacht und geweint, geredet und geschwiegen werden in der Hospizarbeit, die es sich zum Ziel gesetzt hat, nicht dem Leben viele Tage, sondern den Tagen viel Leben zu geben.
Neben der Bildungsbeauftragen des Neuwieder Hospizvereins, Rita Krebsbach, die über die Ausbildung der Hospizhelfer informierte, gab auch die Hospizfachkraft Gabriele Fetthauer, sowie ehrenamtlich engagierte Menschen in der Hospizbewegung Einblicke in ihre Arbeit und ihre Motivation.
Dass der zweite Ehrensteiner Hospiztag stattfinden konnte und somit die Themen Sterben, Tod und Trauer aus der Dunkelheit ins Licht gerückt werden konnten, war dem Theaterverein Thalia aus Buchholz zu verdanken. Während ihrer Spielzeit hatten die Laienschauspieler bei ihren Vorstellungen auf die Arbeit des Neuwieder Hospizvereins aufmerksam gemacht und ihr Publikum um Spenden gebeten. So konnte die Vorsitzende des Theatervereins, Petra Braun, die stolze Summe von 500 Euro an den Hospizverein überreichen.
Die Besucher erhielten an diesem Tag viele wertvolle Informationen zu der ambulanten Hospizarbeit und dem vielfältigen Engagement der Ehrenamtlichen in der Sterbe- und Trauerbegleitung.

Fotos: Viele Aktive trugen dazu bei, dass beim zweiten Ehrensteiner Hospiztag die Themen Sterben, Tod und Trauer aus der dunklen Ecke herausgeholt wurden.
Vom Neuwieder Hospizverein nahm Vorstandsmitglied Beate Christ (rechts) die Spende von der Vorsitzenden des Theatervereins, Petra Braun, dankend entgegen.


  • Ehrensache: Neuwieder Hospizhelferin wurde mit SWR-Preis ausgezeichnet 

Neuwied. Seit der Gründung des Neuwieder Hospizvereins im Jahr 1997 steht Dr. Ulrike Kirchhof Schwerstkranken und sterbenden Menschen im Kreis Neuwied zur Seite. „Irgendwie ist mir die Hospizarbeit vor vielen Jahren zugefallen", sagt die Medizinerin und examinierte Krankenhausseelsorgerin. Für Ulrike Kirchhof ist es ein Gebot der Nächstenliebe, sich um Menschen in der letzten Phase ihres Lebens und deren Angehörige zu kümmern. „Wenn die Leute es geschafft haben, sich gut voneinander zu verabschieden, dann ist dies etwas unendlich Wertvolles“, sagt Ulrike Kirchhof.  Und so ist es ihr schon seit vielen Jahren ein Bedürfnis, die Themen Sterben und Tod „aus der dunklen Ecke herauszuholen“.
Es sind Menschen wie Ulrike Kirchhof, für die die Hospizarbeit zum Lebensinhalt geworden ist. Männer und Frauen, die sich ehrenamtlich unermüdlich dafür einsetzen, Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten und Trauernde zu unterstützen. Im Hospizverein und Ambulanten Hospiz Neuwied sind es derzeit 80 Männer und Frauen, die der Hospizidee ein Gesicht geben. Stellvertretend für diese Ehrenamtlichen konnte Dr. Ulrike Kirchhof nun beim landesweiten Ehrenamtstag in Speyer den SWR „Ehrensache“-Preis entgegennehmen.
Mit Dr. Kirchhof freute sich auch die Vorsitzende des Neuwieder Hospizvereins, Susan Sprague-Wessel. „Dieser Preis ist eine Ehre für das Engagement eines jeden Einzelnen“, sagt sie. 
Dieser Meinung ist auch Landrat Rainer Kaul. Er hatte unter anderem den Neuwieder Hospizverein für den „Ehrensache“-Preis vorgeschlagen. „Dies ist eine schöne Anerkennung für die gesamte Hospizbewegung im Kreis Neuwied. Der Neuwieder Hospizverein hat sich seit seiner Gründung vor 16 Jahren von einem zarten Samenkörnchen zu einer beachtlichen Pflanze entwickelt. Ich habe eine Hochachtung vor den Leuten, die sich im Verein und im Ambulanten Hospiz engagieren.“  
„Das Wichtigste ist, als Gesprächspartner verlässlich da zu sein, Stille auszuhalten und nicht wegzulaufen, denn der Tod gehört zum Leben“, sagt Ulrike Kirchhof.


SWR-Moderator Martin Seidler und Schauspieler David Rott überreichten Dr. Ulrike Kirchhof vom Neuwieder Hospizverein den „Ehrensache“-Preis (Foto: SWR)


  • Interview mit einem der ehrenamlichen Mitarbeiter des Neuwieder Hospizvereins:
    Horst Lenz schenkt sterbenden Menschen Nähe und Zeit - Vettelschosser ist als Hospizhelfer engagiert

Im vergangenen Jahr waren es 73 ehrenamtliche Männer und Frauen des Neuwieder Hospizvereins, die als Sterbebegleiter schwerstkranken und alten Menschen zur Seite gestanden haben. Einer von ihnen ist Horst Lenz aus Vettelschoß. Seinem Handeln in der Freizeit einen Sinn zu geben und für andere Menschen da zu sein, das ist die Motivation für den Vettelschosser, sich im Neuwieder Hospiz zu engagieren. Im Interview berichtet der 58-Jährige, wie er zu dieser Aufgabe gekommen ist und was sie ihm bedeutet.

Herr Lenz, wann war für sie klar, dass sie sich in der Sterbebegleitung engagieren möchten?
„Als ich meine eigene Mutter regelmäßig im Altenheim besuchte, erkannte ich, dass viele Menschen in der letzten Phase ihres Lebens alleine und auf die Unterstützung anderer angewiesen sind. Der Wunsch, mich für diese Menschen einzusetzen, reifte seit diesem Zeitpunkt in mir. Durch eine Anzeige des Neuwieder Hospiz wurde ich auf die Ausbildung zum Hospizhelfer aufmerksam und mir war klar, dass ich mich hier einbringen möchte.“

Als Betriebsleiter stehen sie mit beiden Füßen mitten im Berufsleben, dennoch ist es ihnen wichtig, in ihrer Freizeit etwas für andere zu tun. Warum gerade als Hospizhelfer?
„Diese Arbeit bietet mir einen Ausgleich zum Beruf und eine Tätigkeit, die einen tiefen Sinn hat.“

Nach ihrer Ausbildung, in der ihnen das Rüstzeug für diese ehrenamtliche Aufgabe mitgeben wurde, sind sie sofort in die Sterbebegleitung eingestiegen. Wie war das für sie, als zum ersten Mal an das Strebebett eines Kranken getreten sind?
„Ich habe rund drei Monate einen Mann zuhause begleitet, seit Oktober betreue ich einen Menschen im Altenheim.  Zuerst einmal weiß man nicht, was auf einen zukommt. Doch schon nach ein paar Besuchen verschwindet eine mögliche Unsicherheit. Um einen Bezug zu den Menschen herstellen zu können, bereite ich mich auf die Begleitung vor, indem ich mich über ihr Leben und ihre Interessen informiere.“

Was ist in der Begleitung ganz besonders wichtig, was wird von ihnen erwartet?
„Überwiegend ist es wichtig, den Menschen Zeit und Nähe zu schenken, einfach für sie da zu sein, mit ihnen zu reden.“

Als Hospizhelfer opfert man nicht nur einen Teil seiner Freizeit für andere, sondern setzt sich selbst eventuell auch Belastungen aus.
„Das stimmt. Zwei- bis dreimal pro Woche besuche ich den Menschen, den ich gerade begleite. Damit mich das Leid und das Schicksal des Menschen persönlich nicht belastet, stehen mir die Hospizfachkräfte des Ambulanten Hospizes mit der regelmäßigen Möglichkeit zur Reflexion zur Seite.“

Hat ihr Engagement als Hospizhelfer ihr Leben verändert?
„Auf jeden Fall. Man bekommt eine ganz andere Einstellung zum Leben und zum Tod. Die Prioritäten haben sich verändert, ich sehe vieles gelassener, als früher. Auch meine eigene Einstellung zum Sterben und Tod hat sich verändert.  Hinzu kommt, dass sich parallel dazu mein eigener Glaube vertieft hat.“

Sie sind Katholik. Ihr Glaube hilft ihnen also in ihrer Arbeit?
„Ja. Das greift genau da hinein. Durch meinen eigenen Glauben kann ich den Menschen noch mehr zusprechen und Trost spenden.“

Wie reagieren Familienangehörige und Bekannte auf ihr Engagement?
„Ich habe die volle Unterstützung durch meine Familie. Im Bekanntenkreis wird dieses Thema ausgeklammert. Sterben und Tod sind in der Öffentlichkeit eben immer noch Tabuthemen.“     


Horst Lenz aus Vettelschoß engagiert sich seit einem Jahr als Hospizhelfer