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OFFENE VERANSTALTUNGEN

  • Forum Hospiz 2017 in Waldbreitbach

    Wenn ein Familienmitglied stirbt:
    Forum Hospiz rückte Rechte und Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt

    Waldbreitbach. Wenn Kinder Abschied nehmen müssen von ihren erkrankten Eltern, Großeltern oder anderen Angehörigen benötigen sie besondere Aufmerksamkeit. Wie das  funktionieren kann und wie die Bedürfnisse und Rechte von Kindern während einer Sterbebegleitung wahrgenommen werden können, darüber tauschten sich ehrenamtliche  Hospizbegleiter und  Fachkräfte von Hospiz- und Palliativdiensten im Forum Hospiz aus.
    Zu dieser Fachtagung in Waldbreitbach hatten der Neuwieder Hospizverein und das Ambulante Hospiz Neuwied unter dem Motto „Tod-(k)ein Thema für Kinder?!“ eingeladen. Die Veranstaltung stieß auf große Resonanz und war vollends ausgebucht. 66 interessierte Menschen kamen, um die Begleitung von Kindern in einer schwierigen Lebenssituation und der Zeit ihrer Trauer in den Mittelpunkt zu stellen.
    Hochkarätige Referentinnen, wie die Trauerbegleiterin Angelika Bening, die Psychologin und Psychoonkologin Susan Sprague-Wessel, Margret Nörling vom Kreisjugendamt Neuwied, Anja Piquardt vom Lokalen Netzwerk Kindeswohl und die Kinderhospizfachkraft Madlen Grolle-Döhring, beantworteten Fragen zur Kindertrauer, thematisierten die Kommunikation mit Kindern in Zeiten des Abschieds oder rückten die Kindeswohlgefährdung und den Kinderschutz in familiären Krisensituationen in den Fokus. 
    Die Teilnehmer der Fachtagung konnten unter anderem Abschiedskonzepte von Kindern oder Methoden in der Trauerarbeit mit Kindern kennenlernen. Die Männer und Frauen hatten die Möglichkeit, verschiedene Blickwinkel und Perspektiven einzunehmen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es im Rahmen einer Sterbebegleitung ist, Kinder ernst zu nehmen und teilhaben zu lassen an dem Abschiedsprozess innerhalb der Familie. „Durch die unterschiedlichen Vorträge und Workshops wurde klar, wie wichtig es ist, die Kinder nicht außen vorzuhalten“, sagte die Bildungsreferentin des Neuwieder Hospizvereins, Heidi Hahnemann.  Denn: „Kinder können ganz natürlich mit dem Tod umgehen, wenn man sie denn damit natürlich umgehen lässt“.


    Die Kinderhospizkraft und Kindertrauerbegleiterin Madlen Grolle-Döhring (2.von rechts) zeigte den Teilnehmern ihres Workshops Methoden der Trauerarbeit in der Natur.


    Symbole aus der Natur können bei der Trauerbewältigung helfen.



  •     Forum Hospiz Neuwied 2016 
Forum Hospiz: Fachtagung stößt auf großes Interesse

Kreis Neuwied. Auf großes Interesse stieß das diesjährige Forum Hospiz. Die Fachtagung im Friedrich-Spee-Haus in Neuwied stand im Zeichen der Sterbe- und Traubegleitung der Kriegsgeneration. Der Einladung des Ambulanten Hospizes und des Neuwieder Hospizvereins waren rund 40 Ehrenamtliche, die sich in der Hospizarbeit engagieren und Interessierte unterschiedlicher Berufsgruppen gefolgt.
„Dieses Thema ist sehr präsent. Denn die Spätfolgen für Kriegs- und Nachkriegskinder können am Ende eines Lebensweges eine schmerzliche Renaissance erleben“, sagte die Referentin Beatrice Döhner (Gestalttherapie, Gerontopsychiatrie). „Das, was die Menschen, die den Krieg erlebt, verdrängt und unterdrückt haben, dringt auf einmal wieder an die Oberfläche. Angehörige und professionelle Begleiter sind oftmals überfordert“, so Döhner weiter. Somit dränge ein dunkles Kapitel kollektiver und individueller zeitgeschichtlicher Kriegsereignisse erneut an die Oberfläche. Traumatische Erlebnisse, wie etwa der Verlust von Familienangehörigen, das Miterleben zahlreicher Bombenangriffe, Evakuierung, Vertreibung und nicht zuletzt Gewalt, die neben Hunger, Kälte und Armut herrschte, seien wieder gegenwärtig. „Die Begleiter der Menschen dieser Generation müssen sich mit der Zeitgeschichte vertraut machen, um zu verstehen, was ihr Gegenüber erlebt hat“, sagte Döhner. Und: „Die Menschen brauchen eine Würdigung ihrer Erfahrungen und großen Respekt“. Es brauche eine professionelle Bescheidenheit in der Begleitung. „Ich bin nur für das verantwortlich, was ich weiß“,  brachte Döhner die geforderte Haltung auf den Punkt.

In unterschiedlichen Workshops setzten sich die Teilnehmer der Fachtagung in Kleingruppen mit der spirituellen Begleitung der Kriegskinder, dem Verhalten bei Menschen mit Demenz, der Trauer der Kriegsgeneration und den Möglichkeiten der Begleitung sowie der Versöhnung von Kindern und Eltern, die Kränkung und Ablehnung erfahren haben, auseinander. In den Workshops wurden die Teilnehmenden von Beatrice Döhner, der Heil- und Religionspädagogin Antje Koehler, der Trauerbegleiterin Angelika Bening und der Theologin Uta Schmidt zu einem regen Austausch angeleitet. Viele der Teilnehmer lobten die Fachtagung: sie sprachen von Aha-Erlebnissen und inhaltlich gehaltvollen Informations- und Arbeitsphasen.

Übrigens: Das Hospiz im Kreis Neuwied (Ambulantes Hospiz und Neuwieder Hospizverein) bildet jährlich Menschen in der Begleitung Schwerstkranker und Sterbender aus. Ansprechpartnerin ist die Bildungsbeauftragte Heidi Hahnemann, Tel.: 02631/344 214.

 
In Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmer der Fachtagung aus.
„Begleiter müssen sich mit der Zeitgeschichte vertraut machen“, sagte Referentin Beatrice Döhner

Zum Forum Hospiz 2016 war ein Flyer erschienen, der hier heruntergeladen werden kann.




Zu Tagungen des Forums Neuwied früherer Jahre sind folgende Informationen erhältlich:

- zum Forum 2014  gab es einen Flyer, der hier heruntergeladen werden kann,

- zum Forum 2011 kann ein Bericht hier aufgerufen werden,

- zum Forum 2010 liegt hier ein Bericht vor.







 

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